Buch Rezension: „Die Schlangen Europas“

Alle Schlangen Europas in einem Naturführer. Und dazu noch die Arten Nordafrikas und dem Mittleren Orient. Alle in dem Gebiet vorkommenden Arten findet man in dem neuen Naturführer von Kosmos – eine deutsche Übersetzung des französischen Werks „Serpents d’Europe, d’Afrique du Nord et du Moyen-Orient“  von Philippe Geniez und Ulrich  Gruper. 

Wer nicht die ganze Rezension lesen will: Kaufen! Es ist ein wirklich hervorragendes Buch!

Die Einführung behandelt die Grundlagen der Biologie und Lebensweise der Schlangen. Auch das Thema Schlangengift und wie man bei einem  Biss damit umgeht werden beschrieben – sehr nützlich für jeden der sich viel mit Schlangen beschäftigt. Auch in Europa gibt es giftige Arten.

Die Artkapitel bilden den Hauptteil des Buchs.

Am Anfang der Kapitel für jede Art finden man genaue Beschreibungen der Kennzeichen welche zusammen mit den sehr guten Fotos eine wertvolle Hilfe bei der Bestimmung der einzelnen Arten sind.

Neben den Kennzeichen beschreiben die Artkapitel auch ausführlich Lebensraum und Lebensweise der Schlangen. Das ist nicht nur hochinteressant sondern ein gutes Verständnis der Biologie der einzelnen Schlangen erhöht auch die Chancen draußen tatsächlich eine Schlange zu finden.

Bei den giftigen Arten wird auch die Giftigkeit beschrieben.

Das Buch hat ein handliches Format (die Größe entspricht dem des Kosmos-Vogelführers)  und ist dadurch auch im Rucksack noch gut zu transportieren.

Besonders positiv finde ich, dass neben den deutschen und wissenschaftliche Namen auch die französischen und vor allem die englischen Namen angegeben werden. Gerade die englischen Namen erleichtern auf Reisen bestimmt die Kommunikation mit anderen Schlangen-Fans.

Besser hätte man dieses Buch meiner Meinung nach kaum machen können.  Nur ein paar Kleinigkeiten könnte man in der nächsten Auflage evtl. noch korrigieren. Bei der Uräausschlange wird beim französischen Namen nochmal der deutsche aufgeführt anstatt dem französischen.  Zu den englischen und französischen Namen hätte ich mir persönlich noch den spanischen gewünscht.

Auf Seite 37 wird der Schlangenadler als Feind angegeben und erwähnt dass es sich bei „uns“ hauptsächlich zwischen März und September aufhält. Hier ist mit „uns“ wohl Frankreich gemeint. Dort brütet die Art regelmäßig während sie bei in Deutschland oder Österreich nur als seltener Durchzügler auftritt oder als Nichtbrüter übersommert (z.B. in den letzten Jahren immer wieder im Murnauer Moos, ca. 60 km südlich von München).

Aber das sind alles Kleinigkeiten die der hohen Qualität des Buchs nicht schaden.

Es bleibt zu hoffen, dass mit diesem Buch Schlangen neue Freunde finden. Natürlich werden es Menschen lesen, die sich bereits intensiv mit Schlangen beschäftigen. Vielleicht kann das Buch aber auch helfen, jenen die bisher Schlangen eher mit Skepsis oder gar Angst betrachtet haben, die faszinierende Lebensweise dieser Tiere näher zu bringen.

Für jeden der sich ernsthaft für die europäischen  Schlangen interessiert ist das Buch ein absolutes Muss.

 

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Französische Originalausgabe:
 

 

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