Gegründet: Verein zur Förderung naturnaher Weidelandschaften Süddeutschlands

Heckrind. © Markus Jais
Heckrind. © Markus Jais

Extensive Weidelandschaften verfügen über eine höhere Artenvielfalt als intensiv genutzte Wiesen und Äcker. Viele Insektenarten profitieren davon, auch Blumen oder Vögel.

Der Star, Vogel des Jahres 2018, findet auf extensiv genutzten Wiesen noch ausreichend Nahrung. Wo Weidelandschaften in Maisäcker umgewandelt werden, hat der Star das Nachsehen.

Jetzt wurde der Verein zur Förderung naturnaher Weidelandschaften Süddeutschlands gegründet.

Auf seiner Webseite beschreibt sich der Verein wie folgt:

Der Verein zur Förderung naturnaher Weidelandschaften Süddeutschlands setzt sich dafür ein,
die großflächige und extensive Beweidung, z.B. in Form der „Wilden Weiden“, als zentrale Strategie
für den Schutz von Natur und Landschaft wieder in Politik und Gesellschaft zu verankern.

Als Ziel wird u.a. angegeben:
Förderung der großflächigen und extensiven Beweidung, vor allem mit großen Huftieren, als Strategie für einen erfolgreichen Naturschutz.

Der Schutz und die Wiederbelebung von großflächigen Weidelandschaften kann maßgeblich zur Förderung der Biodiversität in der ausgeräumten Agrarlandschaft beitragen.
Lässt man einige tote Weidetiere liegen, anstatt sie zu beseitigen, könnten sogar Geier wie der Gänsegeier oder der Mönchsgeier profitieren. Beide brüten nicht in Deutschland aber in Frankreich und tauchen immer wieder in Deutschland als Gäste auf.

Am 19./20. April findet eine Tagung mit dem Titel Naturnahe Beweidung – Schlüsselstrategie für Biodiversität und Naturschutz statt.

Weitere Infos zu der Tagung und zum Verein auf dessen Webseite:
Verein zur Förderung naturnaher Weidelandschaften Süddeutschlands