Österreich: Neues Projekt wirbt für mehr Akzeptanz für Wolf und Fischotter

Wolf (Gehegezone Nationalpark Bayerischer Wald). © Markus Jais

Wolf und Fischotter sind wieder auf dem Vormarsch. Sie wurden in vielen Regionen Europas ausgerottet. Heute erobern sie einst besiedelte Gebiete wieder zurück weil die Lebensbedingen oft noch – oder wieder – gut sind und die Tiere geschützt sind. Auch sind sowohl Wolf als auch Fischotter bei der Bevölkerung heute bei der Bevölkerung meist beliebt und staatliche Abschußprämien für die Arten gibt es schon lange nicht mehr.

Aber nicht jeder freut sich über die Rückkehr dieser beiden Arten. Und der Naturschutz muss die Sorgen der Betroffenen, z.B. Schafzüchter beim Wolf oder Teichwirte beim Fischotter, ernst nehmen um die Akzeptanz für diese Tiere zu erhöhen, sonst sind Konflikte wie in Kärtnen vorprogrammiert.

Fischotter können an Fischteichen die nicht geschützt sind einen für den Besitzer erheblichen Schaden anrichten. Durch geeignete Maßnahmen lassen sich diese aber minimieren. Wo diese Maßnahmen, z.B. aufgrund der Größe des Teichs nicht möglich sind, muss dem Betroffenen der Schaden ersetzt werden.

Während der Fischotter in Österreich bereits an vielen Stellen wieder zu finden ist gelang es dem Wolf erst 2016 dort das erste mal seit über 100 Jahre wieder Nachwuchs zur Welt zu bringen. Das ist sehr erfreulich aber Wölfe stoßen bei einigen Menschen auf mehr Ablehnung als jedes andere Tier. In Österreich gibt es auch immer wieder Fälle von illeger Wilderei bei großen Prädatoren (Braunbär, Luchs, Seeadler, Steinadler, Östlicher Kaiseradler und sogar Bartgeier).

Ein neues Projekt vom Naturschutzbund Österreich soll jetzt für mehr Akzeptanz für Fischotter und Wolf sorgen.

Durch Dialog mit  Fischern, Anglern, Bauern, Jägern und Experten soll das Verständnis für die beiden Arten erhöht werden aber gleichzeitig auch deren Sorgen ernst genommen werden. Ohne Verständnis für die Fragen und Sorgen der Betroffenen geht es gerade beim  Schutz von Prädatoren nicht.

Das ist eine sinnvolle und hoffentlich für die betroffenen Arten hilfreiche Initiative. Die Projektlaufzeit ist zuerst auf 2 Jahre angelegt. Da das bestimmt nicht reichen wird, vor allem wenn gerade der Wolf sich weiter ausbreitet, bleibt zu hoffen dass nach 2 Jahren ein weiteres Projekt folgt.

Weitere Informationen findet man auf der Homepage des Naturschutzbundes und in der unten verlinkten  Ausgabe von Natur & Land, der Zeitschrift des Naturschutzbundes Österreich.

Mehr Akzeptanz für Wolf und Fischotter

und: